
Jetzt anhören!
Fünf Jahre DiGA-System in Deutschland mit über eine Million Verordnungen und mehr als 230 Millionen Euro Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. 61 Anwendungen sind aktuell verschreibungsfähige. Auf dem Papier ist das eine Erfolgsgeschichte, aber in der Versorgung fühlt es sich vielerorts noch wie ein Experiment an.
In unserem ersten Live-Podcast haben wir deshalb die Systemfrage gestellt. Zu Gast war Henrik Emmert – Gründer von aidhere und Mitentwickler von Zanadio, heute Managing Director Germany bei Sidekick Health und verantwortlich für den Bereich der verschreibungsfähigen Digital Therapeutics. Kaum jemand kennt das DiGA-System so umfassend: aus der Perspektive des Gründers, des Skalierers, des Verbandsvertreters und mit internationalem Blick.
Wir sprechen über Patient:innen, die ihren DiGA-Code zwar einlösen, aber oft nicht dauerhaft dranbleiben. Über Ärzt:innen, die grundsätzlich offen sind, aber gleichzeitig an Informationsdefiziten und Alltagsdruck scheitern. Über Krankenkassen, die als finanzielle Ermöglicher auftreten, aber immer stärker auf Evidenz und Erfolgsmessung drängen. Und über Gründer:innen, die Innovation zwischen Fast-Track und zunehmender Regulierung navigieren müssen.
Dabei wird deutlich: Die Debatte ist reifer geworden. Die Frage ist nicht mehr, ob digitale Therapien politisch gewollt sind, sondern ob sie strukturell so eingebettet werden, dass sie Versorgung tatsächlich verändern.
Shownotes zu dieser Folge: