Unsere Kompetenz

Sensorik in der Medizin

intelligente Anwendungen, die am Patienten ansetzen.

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Sensoren sind überall: ob im Wasserkocher, Smartphone oder im Auto.

Ein Sensor (aus dem Lateinischen sentire: „fühlen“, „empfinden“) ist ein technisches Bauteil, das gewisse physikalische oder chemische Eigenschaften seiner Umgebung erfassen kann. Kombiniert mit Technologien wie KI oder in der Robotik, werden Sensoren immer „smarter“ und können im Gesundheitsbereich nicht nur Krankheitsverläufe beschreiben, sondern Probleme lösen, die Arbeit erleichtern und die Effizienz steigern.

Medizinische Sensoren in unserem Alltag


Das simpelste Beispiel eines Medizinsensors haben wir alle zuhause: das Fieberthermometer. Aber auch unsere Smartwatches und Fitnessarmbänder messen unsere Vitalzeichen und Aktivitätslevel mithilfe von Sensoren. Die Technologie nimmt immer mehr Einzug in unser Leben und viele Unternehmen arbeiten an Tools, die uns im Alltag helfen können. So hat Philips beispielweise ein SmartSleep Kopfband entwickelt, das unseren Schlaf misst und verbessert. Auch Oura aus dem Silicon Valley trackt mit dem Oura Ring und zugehöriger App den Schlaf und die Aktivität des Users. Das Ziel: Die Schlafqualität zu optimieren.

Vom Pflaster bis zur Schuhsohle: Nichts ist mehr, wie es war

Ob bei Diabetes, hohem Blutdruck, Parkinson oder in der Pflege: Intelligente Pflaster, die die Reaktionen und Werte des Trägers erfassen, finden Anwendung in vielen Bereichen. ULIMPIA ist eines dieser Pflaster. Für das Projekt arbeitet die Fraunhofer Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien (EMFT) zusammen mit 17 Partnern aus sechs Ländern an einem Pflaster, das nicht nur oberflächliche Prozesse wahrnimmt, sondern in der Lage sein soll, den Blutdruck zu messen oder die Blasenfunktion zu überwachen. Das flexible Sensor-Pflaster wäre damit in der Lage, dem behandelnden Arzt wichtige Informationen über den Patienten und dessen Krankheitsverlauf zu liefern. Eventuell können die Sensoren sogar erkennen, ob eine Therapie angepasst werden sollte.

Ein anderes Beispiel ist Moio. Die MOIO GmbH möchte mit dem gleichnamigen flachen und flexiblen Sensormodul, dem Pflege-Pflaster moio, die Pflege verbessern. Der Sensor wird wie ein Pflaster am Rücken getragen und erfasst die Bewegungen des Patienten. Sollte dieser stürzen, erkennt das Pflaster dies sofort und das System informiert umgehend alle registrierten Pflegekräfte des Patienten.

Auf eine andere Idee kam die Portabiles Healthcare. Das Unternehmen aus Erlangen ermittelt über einen Sensor im Schuh das Gangbild eines Patienten. Für die Parkinson-Therapie erhält der behandelnde Neurologe so umfassende Daten über Veränderungen des Gangs des Patienten – und damit wichtige Hinweise über den Krankheitsverlauf. Tragen die Patienten die Schuhe regelmäßig, entstehen kontinuierliche Daten, die dem medizinischen Team Aufschluss über die Bewegungsfähigkeit der Patienten geben.

Smarte Sensor-Implantate

In einem visionären Projekt wollen Mediziner und Ingenieure des Universitätsklinikum des Saarlandes smarte Implantate entwickeln, die aktiv bei der Heilung von Knochenbrüchen unterstützen. Medizin & Technik berichtet im Interview mit Prof. Tim Pohlemann: Implantate mit Sensoren seien nichts neues. Jedoch gehen diese innovativen Implantate einen Schritt weiter. Sie sammeln nicht nur Messdaten, sondern sollen das Wachstum des Knochens auf Basis dieser Messdaten stimulieren können.

Warum Sensorik in der Medizin gute PR braucht

Die MedTech Branche verfügt über eine überdurchschnittliche hohe Innovationskraft. Bei Patenten und dem Welthandelsanteil in der Medizintechnologie liegt Deutschland auf Platz 2 hinter den USA. (Quelle: Branchenbericht MedTech des Bundesverband für Medizintechnologie von Mai 2020) Das größte Potenzial bei den digitalen Technologien sehen die BVMed-Unternehmen bei der elektronischen Kommunikation, gefolgt vom 3D-Druck, Big-Data-Anwendungen und der Robotik und Sensorik.

Sensorik in der Medizin ist für eine intelligente Gesundheitsversorgung unabdingbar. Die Technologie gibt Impulse für viele zukünftige Technologien in der Medizin und deren Digitalisierung. In der heute stark vernetzen Welt spielen Sensoren eine entscheidende Rolle. Sie erfassen Daten für verschiedene Anwendungen, interpretieren diese und schlagen so die Brücke zur Digitalisierung in der Medizin.

Dieses Momentum sollten Hersteller von Technologien und digitalen Anwendungen nutzen, um auf ihre Unternehmen und Produkte aufmerksam zu machen. PR hilft sowohl etablierten Unternehmen als auch Start-ups im MedTech-Markt nicht nur dabei, ihre Bekanntheit zu steigern, sondern auch, über ihre neuen Technologien aufzuklären. Zu den Herausforderungen der Medtech Branche gehört es schließlich, neue Modelle, Begriffe und komplexe Zusammenhänge zu kommunizieren und greifbar zu machen. Dies erzeugt Akzeptanz sowohl bei Patienten als auch bei Ärzten und Behandlern. Im Hinblick auf die Kostenträger ist PR wie keine andere Disziplin in der Lage, die eigene Reputation aufzubauen. Technologien und die Digitalisierung in der Medizin entwickeln sich exponentiell. PR kann die Brücke zwischen Hersteller und Stakeholder schlagen.