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FemTech

Die Digitalisierung der Frauengesundheit.

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Disclaimer: In diesem Artikel beziehen die Worte „weiblich“ und „Frauen“ immer die Menschen mit ein, die sich der LGBTQIA Community zugehörig fühlen.

Der FemTech-Markt

Unter dem Begriff FemTech (Female Technology) werden technische und digitale Anwendungen für die Frauengesundheit zusammengefasst. Der Einsatzbereich von FemTech ist dabei weit gefasst: Frau kann mit digitalen Anwendungen ihren Zyklus tracken, verhüten, schwanger werden, Hilfe während und nach der Schwangerschaft sowie für die Menopause bekommen. Einfach gesagt, möchte FemTech die Lücke zwischen dem Besuch beim Gynäkologen und Zuhause schließen.

In den letzten Jahren haben viele Anwendungen ihren Weg auf den Markt gefunden. Bereits jetzt sind unter den in Deutschland am häufigsten heruntergeladenen Apps fünf FemTech-Anwendungen. Das Beratungsunternehmen Forst und Sullivan sieht weitere große Entwicklungschancen: Bis 2024 soll das Marktpotential von FemTech ihren Berechnungen zufolge auf 9 Milliarden Dollar wachsen.

 

FemTech hat eine gesellschaftliche Rolle

Digitale Angebote wollen einen Beitrag dazu leisten, weibliche Sexualität und Gesundheit weiter zu enttabuisieren. Damit wollen viele Anbieter einen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

Gründerinnen im Female-Health-Bereich wie Ida Tin von Clue, Ann-Sophie Claus und Sinja Stadelmaier von The Female Company oder Natalie Rechberg-Egly von Daysy gehen als Vorbilder voran und ermutigen Frauen selbst zu gründen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Warum FemTech gute PR braucht

Es gibt viele Angebote und der Markt ist unübersichtlich. Ärzte und Anwenderinnen müssen die Alleinstellungsmerkmale und den Nutzen einer Applikation schnell verstehen und verinnerlichen können. Zudem kommen viele der Anwendungen auch als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) infrage, können also von Ärzten auf Rezept verschrieben werden. Spätestens dann geht es um Bekanntheit und Vertrauen, damit Ärzte diese als Behandlung auch einsetzen. Genau das können wir mit PR schaffen.

Außerdem stehen hinter dem Thema Frauengesundheit viele tolle Geschichten, die in den Medien erzählt werden wollen. FemTech-Unternehmen, ihre Produkte und Gründer:innen verdienen mediale Aufmerksamkeit und ein Sprachrohr. Und genau dabei möchten wir von The Medical Network als frauengeführte PR-Agentur unterstützen.

5 spannende FemTech-Unternehmen

Frau mit Milchpumpe Elvie
Fotocredits: Elvie

Elvie

Hinter dem sympathischen Namen Elvie steht ein Unternehmen aus England, dass eine leise und tragbare Milchpumpe entwickelt hat. Dieser smarte Helfer kommt mit einer App, mit der Frauen die Pumpe fernsteuern und den Abpumpvorgang überwachen können. Ergänzt wird das Produktportfolio durch einen Beckenbodentrainer – ebenfalls enthalten in der App.

Daysy

Mithilfe des Zykluscomputers Daysy können Frauen die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus bestimmen. Dafür müssen sie jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen mithilfe des integrierten Thermometers die Temperatur unter der Zunge messen. Der handliche Computer ist als Medizinprodukt registriert.

Clue

Ein weiterer Zyklustracker verbirgt sich hinter der App Clue. Die Angaben über den Zyklus trifft Clue dabei ausschließlich über die manuell eingegeben Daten. Die Optionen der Dateneingabe reichen jedoch weit über Temperatur und Periode hinaus. Es gibt über 30 verschiedene Parameter, die frau mithilfe der App verfolgen kann. Mindestens genauso interessant ist die Encyclopedia, die Wissensdatenbank, die das Unternehmen zu sämtlichen Themen rund um den weiblichen Körper zusammengestellt hat.

Grace Armband
Fotocredits: Astinno Limited

Grace

Für Frauen in den Wechseljahren hat der FemTech-Markt auch etwas im petto. Das britische Unternehmen Astinno entwickelt das sogenannte Grace-Armband, das Hitzewallungen frühzeitig erkennt und gezielt mit Kühlung am Handgelenk entgegenwirkt. Ergänzend möchte das Unternehmen eine App zur Verfügung stellen, die die Hitzewallungen aufzeichnet und verständlicher macht. Das Armband befindet sich noch in der Entwicklung – ein Datum für den Launch ist noch nicht bekannt.

viMUM


Die Kursplattform viMUM hat sich auf Schwangere und Eltern spezialisiert. Vom Geburtsvorbereitungs- und Stillkurs bis hin zur Babymassage möchte die Plattform werdende und junge Eltern bestmöglich auf die Babyzeit vorbereiten. Dazu gibt es zwei Podcasts – einen für die Frauen und einen für die Männer. Dank Selektivverträgen mit diversen Krankenkassen, werden die Kursgebühren häufig erstattet. Das DVG bietet dem jungen Unternehmen nun die Chance, als DiGA in die Regelversorgung aufgenommen zu werden.

Weiterführende Quellen

  • Die Pharmazeutsche Zeitung beschreibt, warum die FemTech-Branche ein enormes Potenzial hat, das noch nicht ausgeschöpft wird
  • Brainwave Hub gibt einen Marktüberblick
  • t3n kennt weitere spannende FemTech Unternehmen
  • Im Clutch Magazin erfahren Frauen, welche 5 E-Health Apps sie unbedingt noch kennen sollten
  • Wie Frauen von digitaler Medizin profitieren können, bespricht Andrea Buzzi mit Peggy Reichelt und Luisa Wasilewski in Folge 45 des E-Health Pioneers Podcast