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E-Rezept

2020 bringt viele Veränderungen im Gesundheitsmarkt mit sich: Apps kommen in die Regelversorgung, die Telematikinfrastruktur (TI) wird den Weg für Telemedizin, die elektronische Patientenakte (ePA) und auch das E-Rezept ebnen.

Der Starttermin fürs E-Rezept musste verschoben werden. Doch im Juni 2020 veröffentlichte die für die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen zuständige Gematik die Vorgaben zur Weiterentwicklung der TI. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Versorgung getan. Ab Juli 2021 wird das E-Rezept das bisherige Papierrezept im Praxisalltag ablösen.

Das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) sorgt für die Rahmenbedingungen für das E-Rezept

Mit dem „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV)“ legte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Grundstein für das E-Rezept in Deutschland. Bereits seit dem Startschuss im August 2019 sind Testmodelle erlaubt. Wie viele Anbieter den Wandel mitgestalten wollten, zeigt sich deutlich an der hohen Zahl der parallel laufenden Projekte. Über 50 waren es Ende 2019.


Patientendaten-Schutzgesetz: E-Rezept-App von der Gematik

Das Gesetz zum Schutz elektronischer Patientendaten in der Telematikinfrastruktur, kurz Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) sah vor, dass die Gematik für die Entwicklung der E-Rezept-App zuständig ist. Diese soll 2022 zur Verfügung stehen. Die Anbieter, die bis jetzt an eigenen Lösungen arbeiten, bleiben jedoch im Rennen: Die App soll eine Schnittstelle beinhalten, die den Patienten erlaubt, das E-Rezept an andere Apps zu senden. Der Arzt kann die Verordnung aber nur auf die Gematik-App ausstellen. (Quelle)

 

Große Akzeptanz fürs E-Rezept

Die Entwicklungen rund um das E-Rezept nahm die Techniker Krankenkasse (TK) zum Anlass, zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa eine repräsentative Erhebung durchzuführen. Dazu befragte sie 1000 Bundesbürger, ob sie die neue elektronische Variante verwenden würden. Das Ergebnis: 62 Prozent der Befragten gaben an, dass sie das E-Rezept „bestimmt oder wahrscheinlich“ nutzen würden, unter den 18- bis 39-Jährigen sind es sogar 77 Prozent.

Warum das E-Rezept gute PR braucht

Am Prozess sind viele Akteure beteiligt: Gematik, Vor-Ort- und Versandapotheken, niedergelassene Ärzte sowie Anbieter von Videosprechstunden, Kliniken, Krankenkassen, Hard- und Software-Hersteller, Anbieter von Lösungen für elektronische Patientenakten (ePA) und nicht zuletzt die Patienten.

Vor diesem komplexen Hintergrund erfordert die Kommunikation für Unternehmen im Umfeld des E-Rezepts ein hohes Maß an Transparenz. Die unterschiedlichen Stakeholder haben unterschiedliche Anforderungen. Sie haben auch unterschiedliche Wissensstände: Patienten stehen vor vielen Fragen, die Aufklärung bedürfen. Vor allem die Sicherheit der Daten treibt viele um. Geschäftspartner suchen nach Sicherheit. Aus diesen Gründen sind differenzierte Botschaften und zielgruppenspezifische Maßnahmen die Grundlage für eine Kommunikation, die Öffentlichkeit und Unternehmer überzeugt.